Die Abrechnung mit den gesetzlichen Krankenkassen erfolgt in meiner Praxis nicht direkt, sondern über das sogenannte Kostenerstattungsverfahren. Hintergrund dieses Vorgehens ist der §13.3 des SGB V. Darin werden die gesetzlichen Krankenkassen dazu verpflichtet, die entstandenen Kosten für unaufschiebbare Leistungen (wie beispielsweise eine Psychotherapeutische Behandlung) zu erstatten, sofern diese durch Vertragsärzte und -therapeuten nicht rechtzeitig erbracht werden können. Konkret bedeutet das für Sie, dass Sie in vielen Fällen die Behandlung in meiner Privatpraxis wahrnehmen können und die Kosten dennoch von den gesetzlichen Krankenkassen getragen werden. Für dieses Vorgehen ist etwas Vorbereitung notwendig, wobei ich Sie natürlich gern unterstütze.

Im Folgenden möchte ich Ihnen die einzelnen Schritte gern näher bringen. Keine Angst vor den organisatorischen Hürden, ich stehe Ihnen gern als Ansprechpartner zur Verfügung und informiere Sie über den genauen Ablauf.

Ablauf Kostenerstattungsverfahren Psychotherapie

Nehmen Sie Kontakt mit Ihrer Krankenkasse auf. Informieren Sie Ihre Krankenkasse darüber, dass Sie eine Psychotherapie (ggf. eine Verhaltenstherapie) beginnen möchten und lassen Sie sich eine Liste mit Vertragspsychotherapeuten in Ihrer Nähe zusenden.

Ablauf Kostenerstattungsverfahren Psychotherapie

Kontaktieren Sie mindestens drei Vertragspsychotherapeuten und erfragen Sie die Möglichkeit eine Psychotherapie zu beginnen. Jede Anfrage steigert Ihre Chancen einen Platz bei einem Vertragstherapeuten zu bekommen, jede Absage verbessert Ihre Argumentation gegenüber der Krankenkasse hinsichtlich der Notwendigkeit einer Kostenerstattung. Notieren Sie sich bei jedem Therapeuten Namen, Datum, Uhrzeit und angegebene Wartezeit.

Ablauf Kostenerstattungsverfahren Psychotherapie

Nehmen Sie Kontakt zu Ihrem Hausarzt auf oder vereinbaren Sie einen Termin bei einem Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Von diesem lassen Sie sich eine sogenannte Notwendigkeitsbescheinigung ausstellen. Ob die Bescheinigung durch den Hausarzt genügt, erfahren Sie bei Ihrer Krankenkasse.

Der eigentliche Antrag auf Kostenerstattung wird - gemeinsam mit den notwendigen Anlagen - Ihrer Krankenkasse zugesandt. Gewöhnlich werden im Anschluss zunächst fünf probatorische Sitzungen bewilligt. Von hier an deckt sich das weitere Vorgehen mit dem normalen Ablauf einer psychotherapeutischen Behandlung. Im Falle einer Ablehnung Ihres Antrags besteht die Möglichkeit Widerruf einzulegen.

Bei Fragen zum Kostenerstattungsverfahren können Sie mich gern über das Kontaktformular oder Telefon kontaktieren.